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Verein für soziale Projekte in Nepal  

 

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Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die ohne wenn und aber Geld gespendet haben.

Das Spektrum ging von 10€ bis 1000€

Jeder Betrag ist willkommen und wird in den Dörfern, in dem unsere Patenkinder und Waisenkinder leben  zur Linderung der Not verwendet.

Schon zwei Tage nach meiner Ankunft in Champi – Hunumath
lerne ich Bimal Thapa kennen. Bimal ist der Rektor der Holy Temple – Schule in der ich tätig sein werde.
Diese erste Begegnung konfrontiert mich mit einer grundsätzlichen Schwierigkeit: ich habe große Mühe sein Englisch zu verstehen. Betonung und Aussprache entsprechen nicht dem, was ich gelernt habe. Das geht mir nicht nur bei Bimal so, sondern bei fast allen Englisch sprechenden Nepalesen.
Ich höre mich zwar mit der Zeit ein, muss aber auch nach drei Monaten immer mal um Wiederholung bitten.

In den ersten Tagen meiner Tätigkeit in der Schule
würde mich der Rektor am liebsten von Klasse zu Klasse schicken. 
Omari rät mir dringenst davon ab. Das frißt zu viel Energie und macht dich platt, weiß sie aus Erfahrungen.
Schließlich steht mein Stundenplan: Deutsch-Unterricht in den Klassen sechs bis acht. Die Schüler machen gerne mit.
Bald werde ich auf dem Schulweg sogar von den Eltern und Geschwistern mit „Guten Morgen“ gegrüßt.

Besonders gerne gehe ich in die Lower-Kinder-Group
(LKG). Diese Vorliebe wird belächelt, bis ich sie bei einem gemeinsamen Frühstück erklären kann.
Die Arbeit mit den Vier- bis Fünfjährigen ist sehr anstrengend, denn selbst diese Kleinen haben schon ein volles Lernprogramm bei zu wenig Pausen zu bewältigen. Lehrer und Schüler sind da oft überfordert.

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Mein Vorschlag,
Platz für die Schulranzen zu schaffen, damit die Kinder nicht mehr auf ihren Schultaschen schreiben müssen, wird begrüßt.
Um dem Plan zur Wirklichkeit zu verhelfen, kauf ich wenigstens für die LKG ein stabiles Bambusregal.
Jetzt hat jedes Kind sein Plätzchen für sich alleine.

Ein Anfang. Ich hoffe, dass andere Klassen auch bald in den Genuss eines Regals kommen.


Auch mein zweiter Vorschlag wird dankend angenommen.
So kleine Kinder können sich nicht länger als 20 Minuten konzentrieren.                                   Tatsächlich übernehmen die Lehrer der unteren Klassen die Methode, nach 20 Lernminuten ein kurzes Finger – oder Singspiel zur Erholung einzuschieben.
Das freut mich sehr.

Beim Lehrer – Meeting

kann ich auch zwei Lehrmethoden für die höheren Klassen vorstellen, wenigstens ab und zu vom Frontal-Unterricht abzuweichen.
1. Buch-Vorstellung. Jeder Schüler könnte sein Lieblingsbuch vorstellen, etwas über Inhalt und Autor erzählen.
2. Die Schüler könnten in Teamarbeit ein Thema vorbereiten.
Das Lehrerkollegium ist skeptisch. Sie finden diese Unterrichts-Methoden nicht geeignet für nepalesische Schulen.

Alles braucht seine Zeit.

 Es hat ein ganzes Jahr gedauert, bis Omaris Vorschlag, die Klassenzimmer mit einer freundlichen Farbe zu versehen, Wirklichkeit wurde.
In den Ferien wird die Schule frisch gestrichen. Das grässliche Schwarz im unteren Wandbereich weicht einem freundlichen Nepali-Blau, der obere Teil der Wand wird gelb. Wir teilen uns die Kosten. Ich bezahle die Malerlöhne aus meiner eigenen "Tasche" und der Rektor die Farben.
„ Wir“ haben jetzt helle Klassenzimmer, zusätzlich dekoriert mit den fröhlichen Fensterbildern, die Bimals Frau gebastelt hat.
Ich bin sicher, dass Buchvorstellungen und Teamarbeiten, früher oder später auch Einzug halten in dieser Schule.

Bimal ist ein aufgeschlossener Rektor,
der sich „the best of all schools“ wünscht. Das drückt sich zusätzlich in seiner menschlichen Einstellung aus. Er redet mit den Müttern aus Salindar auf Augenhöhe, denn er macht keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Kasten. Ob eine Frau verheiratet ist oder Witwe – er begegnet ihnen mit der gleichen Achtung.

Mein körperbehindertes Patenkind Sangiv

hat keine Füße, er kann aber auf den Beinstümpfen ganz gut gehen. Sangiv wird selbstverständlich in der Schule aufgenommen. Das Kind braucht dringend „Schuhe“ für seine Beinstümpfe. Omari hat schon drei Schuhmacher mit der Herstellung solcher Schuhe beauftragt. Ohne Erfolg. Devid Tamang, der Ziehvater von Sangiv, hat Beziehungen zu einem Spezialisten. Nachdem nun Bimal die Sache in die Hand genommen hat, sind die Schuhe in Arbeit!

Witwen und Behinderte sind in Nepal
meistens aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Auch an anderen sozialen Projekten
kann ich mitarbeiten und bei Besprechungen dabei sein.
Die Mütter der Patenkinder aus Salindar möchten lesen, schreiben und englisch lernen. Bimal wird mit dem Lehrerkollegium klären, wer diese Aufgabe übernehmen kann und was das Projekt kosten wird.

Ein geistig zurückgebliebenes Kind
besucht seit zwei Jahren die 1.Klasse, es soll nochmals einem Facharzt vorgestellt werden, um danach dem Kind gezieltere Förderungen zu ermöglichen.

Mein Patenkind Sangir
sollte spezielle Schuhe bekommen. Omari hatte schon 3 Schuhmacher damit beauftragt, jedoch das Vorhaben scheiterte.
Devid Tamang der Ziehvater von Sangir hat Beziehungen zu einem Spezialistener wird die Schuhe machen.

Im April werden elf neue Patenkinder ausgewählt.
Elf Kinder bei über 60 Anfragen!
Das erlebe ich hautnah mit und empfinde das ist sehr, sehr hart!

3 Monate Volontariat.
Eine lange und gleichzeitig zu kurze Zeit.
Für mich auf jeden Fall eine reiche Zeit voller Begegnungen und Erfahrungen.
Was von meinem Einsatz Bestand hat, wird sich zeigen.

Es bleiben viele, viele Aufgaben für Omari und andere Helfer und Volontäre.













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