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Verein für soziale Projekte in Nepal  

 

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Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die ohne wenn und aber Geld gespendet haben.

Das Spektrum ging von 10€ bis 1000€

Jeder Betrag ist willkommen und wird in den Dörfern, in dem unsere Patenkinder und Waisenkinder leben  zur Linderung der Not verwendet.

Am 2. Februar
um 19.30h komme ich in Kathmandu an, frisch importiert aus Europa, mit Armbanduhr am Handgelenk.
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit rechnete ich bisher zu meinen europäischen „Tugenden.“
Mit Gepäck und Visum verlasse ich das Flughafengebäude.
Viele Taxifahrer stürmen auf mich zu und wollen mich zu „ ihren“ Hotels bringen. Der mir angekündigte Fahrer ist nicht dabei.
Purna hat diese Fahrt schlicht vergessen. So werde ich bereits bei meiner Ankunft schon zu nepalesischer Gelassenheit gezwungen.
Ich lerne den taxifahrenden Brahmanen Purna später als absolut zuverlässig kennen.

Amüsiert kann ich einmal die Umkehrung der Werte beobachten:
Zwei Europäer, die 5 Monate im Land waren, haben sich so sehr aklimatisiert, dass sie den ungeduldigen Purna lange, lange warten ließen, bis sie schließlich zu einem verspäteten Aufbruch bereit waren.

„Bholi bholi bholi“
drückt dieses völlig andere Zeiterleben aus. „Morgen, morgen, morgen“ bedeutet noch lange nicht, dass etwas morgen erledigt wird.
Es bedeutet nur, dass es sicher nicht heute dran ist. Es bedeutet auch generell: „ Nur nicht so eilig.“ Während den Renovierungs-und Umbauarbeiten vom Om Prem Gästehaus hat Omari schon sehr viele bholi bholi bholi miterlebt. Auf die Fertigstellung des Eingangstors und die Treppe zum Gästehaus wartet sie schon seit 9 Monaten. Sollte der Monsun früher kommen als die Arbeiter des Hausbesitzers, wird wohl die provisorisch in den Lehm gegrabene Treppe weggeschwemmt.

Im Februar
hatten wir Probleme mit dem Wasser. Ständig waren unsere Wasserfässer leer, obwohl der Vermieter versichert hatte, dass dem Gästehaus immer genügend Wasser zur Verfügung stehe. Als Omari nach vielen bholi bholi bholi dem Hausbesitzer sagte, dass sie keine Miete bezahlt, wenn sie nicht genügend Wasser bekommt, löste plötzlich sofortiges Handeln das ewige bholi bholi bholi ab.
Der Chef des Wasserhochbehälters versicherte, er leite uns regelmäßig Wasser zu. Da die Leitungen aber zum Teil oberirdisch verlaufen und die Verteilerstellen jedem zugänglich sind, versorgen sich unsere Nachbarn rundum an unserer Leitung.
Schließlich kommt das Wasser von Gott. Warum sollte man dafür bezahlen?
Omaris Erfahrungen mit den Handwerkern während der Umbau-und Renovierungsphase des Om Prem Gästehauses sind Variationen von „bholi bholi bholi.“ Der Glaser sagte, er beginne morgen um 9.00 Uhr. Tatsächlich erscheint er um 16.00Uhr, um 1 Stunde zu arbeiten.
Die veranschlagte Woche Arbeitszeit weitet sich auf 6 Wochen aus. Und was die Garantieleistung von 25 Jahren betrifft: Nach einem halben Jahr haben 2 Fenster einen Sprung und zum Öffnen für ein paar Schiebefenster benötigt Omari einen Hammer.
4 neue Badezimmer wurden eingebaut, sie sollten nach 20 Tagen fertig sein. Diese Arbeiten dauerten wegen bholi bholi bholi 2 Monate.

Planen liegt den Nepalesen nicht. Sie leben im Augenblick.
In der kalten Jahreszeit lieben wir alle ein abendliches Holzfeuer in der großen Schüssel.
Das brauchen wir zum uns aufzuwärmen. Wenn Omari am Tag Holz sammelt wird sie ausgelacht. Erst bei Dunkelheit springen die Jungs mit der Taschenlampe in die Büsche und hacken Holz.
Sie hätten tagsüber dafür viel Zeit gehabt. Aber wer denkt denn während der Mittagssonne an die Abendkälte?

In der Schule
mache ich ähnliche Erfahrungen. Nachdem feststeht, dass ich in Klasse 7,8,9 Deutschunterricht gebe, bitte ich um einen festen Stundenplan. Nach 3 Mal bholi bholi bholi erbarmt sich einer der Lehrer,      10 Minuten später habe ich meinen Plan. Allerdings fiel Klasse 9 sofort weg: Sie müssen lernen.    Eine Woche später erzählt mir Klasse 8, dass sie jetzt „holiday“ haben.
Sie bleiben bis zu ihren Prüfungen zu Hause um zu lernen. Ich arbeite mit der 6. und der 7. Klasse weiter, um wiederum von den Schülern zu erfahren, dass in der letzten Schulwoche  vor den Ferien kein Unterricht stattfindet. In dieser Woche haben alle Klassen von der Nursery bis zur 9. Klasse Prüfung.                                  Die Schulabschlussprüfung der 10.Klasse ist zentral in Kathmandu.

you must see
ob aus Angeboten eine Verabredung wird.
Ich bekomme mehrere Angebote: Wir fahren mal zusammen nach Nagarkot. Da muss man gewesen sein! Dann höre ich zwei Monate nichts mehr und denke: Wird wohl nichts!
Da ruft der Rektor der Schule an. Morgen wird er mit mir nach Nagarkot fahren.

Ist es nicht großartig,
den Tag, die Stunde, die Minute, die Begegnungen so „nepalesisch“ auf sich zukommen zu lassen?


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