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Verein für soziale Projekte in Nepal  

 

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Für Zuwendungsbescheinigungen bitte Adresse bei der Einzahlung nicht vergessen

Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die ohne wenn und aber Geld gespendet haben.

Das Spektrum ging von 10€ bis 1000€

Jeder Betrag ist willkommen und wird in den Dörfern, in dem unsere Patenkinder und Waisenkinder leben  zur Linderung der Not verwendet.

Das Dörfchen Hunumath
liegt etwa 20km südlich von Kathmandu.
Der Legende nach leitet sich der Name ab vom Affengott Hanuman. Er soll sich im Wald von Hunumath gezeigt haben.
So findet man im Ort viele kleine Tempel, die dem Affengott geweiht sind.

Das Tal ist breit.
Die terrassenförmig angelegten kleinen Felder ziehen sich steil die Hänge hoch. Der Boden muß sehr fruchtbar sein, denn schon ab Februar kann man dem Getreide, Senf und Spinat förmlich beim Wachsen zusehen. Bewässert werden die Felder mit Hilfe eines künstlich angelegten Wasserkanals. Der schmale Lehmweg, der an ihm entlangführt ist mein Schulweg und lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein.
Meist sind es die Frauen, die die schweren Körbe voller Holz, Viehfutter oder Kuh- und Ziegenmist am Stirnband die Hänge hoch schleppen.


Am Wasserlauf sieht man manchmal auch Männer und Kinder ihre Wäsche waschen.                     Die gewaschenen Kleiderstücke werden am Weg über eine Hecke gehängt oder auf der Wiese  zum Trocknen ausgebreitet.

Die meisten Häuser
haben weder eine Wasserleitung noch Strom oder Gas.Das Wasser wird vom Dorfbrunnen geholt.

Gekocht wird meistens auf einer Holzfeuerstelle im Haus.
Erfahrungsgemäß werden zweimal im Jahr Gas und Benzin knapp oder es gibt gar nichts mehr.
In Kathmandu sind dann die Straßen angenehm leer und der Gestank lässt nach. Die Autos parken kreuz und quer am Straßenrand, eben dort wo der letzte Tropfen Benzin ausging.
Die nepalesische Regierung bezahlt die offenen Rechnungen an Indien nicht, also wird der Gas-und Benzinhahn zugedreht und es kommen keine neuen Lieferungen.
Die Geldtöpfe der Regierung sind nicht üppig gefüllt. Die Nepalesen bezahlen nicht gerne Steuern weil sie das nicht einsehen.
Das Wasser kommt von Gott… weshalb soll man dafür bezahlen. Die Straßen bauen die Ausländer… weshalb soll man dafür bezahlen.

Die Menschen im Dorf
sind sehr freundlich. Selten grüßen sie von sich aus, sind aber jederzeit bereit meinen Gruß mit einem lächelnden „namaste“ zu erwidern. Bald kann ich auch ihre neugierigen Fragen "verstehen". Wenn die Fragenden mit meiner Antwort „Champi - Hunumath“ nicht zufrieden sind dann wollten sie nicht mein Woher-Wohin wissen, sondern aus welchem Land ich komme.
Also sage ich noch „Germany“  und wir trennen uns in dem Gefühl, einander prächtig verstanden zu haben.

Bei unseren Tätigkeiten in der Stadt
müssen wir darauf achten, rechtzeitig den Rückweg anzutreten. Ein Bus kommt, wann er kommt. Und gegen Abend ist er oft hoffnungslos überfüllt. Um spätestens 19 00 Uhr ist es selbst im Sommer dunkel. Die Einheimischen sehen es nicht gern, wenn jemand nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist. Trotzdem machen wir meistens in Hunumath Station in Kumaris „Dorfkneipe,“ bevor wir die letzten paar Schritte zum Om Prem Guesthouse hoch gehen.

Bei Kumari
gibt es abgesehen von dem köstlichen heißen Tee alle nötigen Dorfinformationen:
- ob in Kathmandu streik ist.
- das der Maler nicht bei der Arbeit vom Gerüst gestürzt ist, sondern vom Dach weil er betrunken war.
- dass morgen einer der unzähligen Feiertage ist und man nicht erwarten kann, daß dass jemand arbeitet.
Bei Kumari muß ich Nepali lernen. Sie spricht mir die Zahlen von 1 bis 10 vor oder die Wörter
für Mund, Nase, Augen, Ohr, sowie alle Obst und Gemüsesorten. Ich wiederhole alles, bis sie zufrieden ist. Verstehe ich einmal nicht, was sie mir mitteilen will, sagt sie das gleiche lauter und lauter und lauter… Bis sich unser „ Gespräch“ in Gelächter auflöst.

Kumari ist eine Frau mit Herz und Humor.
Die kugelrunde 63jährige hält ihre Großfamilie mit fester Hand zusammen. Gleichzeitig hat sie erstaunlich moderne Ansichten:
2 Kinder sind genug. Gesundheit ist das wichtigste.
Es ist sehenswert: Wie sie da sitzt und alle unterhält. Über die langen, schwarz gefärbten Haare ist die rosa farbige Strickmütze gestülpt. Um ihren Leib hat sie ein farbenfrohes Tuch geschlungen, in dem sich ihr Geldsäckchen befindet.
Die nackten Füße stecken in Flip-Flops, trotz der nächtlichen Kälte im Februar.
Die Nepalis erleben das gerade anders rum als wir Europäer.
Sie sagen: Wenn der Kopf warm ist, dann ist der ganze Mensch warm.

Zu Hause angekommen,
hat Laxmi oft schon ein Holzfeuer in einer großen Schale vorbereitet. Wir sitzen zusammen mit der 7 köpfigen nepalesischen Familie rund ums Feuer, schauen in die Flammen oder in den Sternenhimmel. Wir haben viel zu lachen mit unserem Kauderwelsch aus Deutsch-Nepali-Englisch und mit Händen und Füßen.
Gut durchwärmt gehen wir ins Bett, froh an der Stille im Dorf.

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